HARALD FUCHS
   
The Neverending Dance Of The Creation | 1999

Lubbock (USA), The Landmark Gallery - Texas Tech University

In der Ausstellung "The nerverending dance of creation" verschmelzen die Bilder von organischem Leben, das in der Luft, im Wasser und auf dem Boden existiert, ineinander. Dieser Lebenszyklus betont die spezifische Morphologie jeder einzelnen Kreatur, und schließt indirekt auch den Standpunkt und den Kontext der anderen Lebewesen mit ein. Indem die projizierten Bilder sich transparent überlagern, vermitteln sie den Eindruck, dass die Grenzen zwischen den verschiedenen Lebensformen fließend sind. In dieser Installation gibt es keine starre Barriere zwischen dem (Lebens-) System und dem Umfeld der unterschiedlichen Lebensformen. Vielmehr unterliegen die Abgrenzungen einem dynamischen Prozeß mit sich stetig ändernden Vorzeichen.
Indem der Ausstellungsbesucher sich durch die Inszenierung der Projektionen bewegt, und seine Schatten auf die Wände wirft, wird er ebenfalls ein Teil des Ganzen. Die jeweiligen Standorte und die Schattenbilder des Betrachters verändern die irrwitzige Lichtbildercollage, jedoch ohne die Bilder dabei gänzlich auslöschen zu können. Er wird unbewußt zu einem aktiven Element der Selbsterneuerung und der Selbsterschaffung. An einer exponierten Stelle des Installationsraums steht eine dreidimensionale Schauvitrine, in die mittels eines Videobeamers die Vision einer bewegten Fliege projiziert wird. Der Videofilm zeigt eine reanimierte tote Laborfliege, der über ein computergestütztes Morphingprogramm aus verschiedenen mikroskopischen Fliegenbildern produziert worden ist.

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