HARALD FUCHS
   
„Mondi Perforati“ und „Acqua Santa“ | zwei Installationen, Italien 2006

Die Installationen „Mondi Perforati“ und „Acqua Santa“ entstanden im Herbst 2006 anlässlich eines internationalen Ausstellungsprojekts an
verschiedenen Orten zwischen dem Lago Maggiore und dem Orta Sees. Das eingeladenen Künstler aus allen Bereichen der Kunst sollten in ihrer eigenen Kunstform und gestalterischen Ausdrucksweise auf die Besonderheit der kulturreichen Region sehr individuell „reagieren“.

Die Lichtinstallation „Mondi Perforati“ im Palazzo Tornielli (Museo Ameno) besteht aus sechs Overhead-Projektionen auf sechs freihängenden Gazestoffen in einer Größe von je 145cm x 200cm. Diese halbtransparenten Gazestoffe hängen jeweils in einem Abstand von 60 cm vor sechs Ölgemälden mit christlichen Motiven aus dem 18. Jahrhundert.

Mittels der Overheadprojektoren werden fotografische Abbildungen von handgefertigten Metallgittern aus Beichtstühlen der umliegenden Kirchen auf die Gazestoffe projiziert. Auf diese Weise ergeben sich entsprechend sechs Doppelbilder:

Zum einen die hell leuchtenden, scheinbar „schwebenden“ Projektionsbilder auf Gaze, und zum anderen die mit einer regelmäßigen „Punktstruktur“ (Kodierung) angestrahlten Bilder, die alle aus dem Fundus des Museums stammen.
Die insgesamt sehr ruhige Lichtinstallation umkreist das Thema der Kommunikation zwischen den Parallelwelten von Glauben und Wissen,
wobei das installative Prinzip der Transparenz Konzept geworden ist.

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