HARALD FUCHS
   
in vitro | 1999

Stuttgart, Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Die Installation "in vitro" wurde speziell für den Kuppelsaal des Württembergischen Kunstvereins konzipiert. Vier inszenierte (Labor-) Tische mit daraufliegende wissenschaftlich anmutenden Gerätschaften sind ohne erkennbare Systematik im Raum plaziert. Insgesamt wirken die Tische in dem abgedunkelten Raum kaputt und verlassen. Dennoch entwickeln sich auf den einzelnen Tischen ganz spezielle Momente des fortwährenden Weiterlebens: Eine Art Brutstätte der unbesiegbaren Natur und Evolution - eine Vision im Morphoraum, dem Spielraum für die Formen lebender Organismen. Aus den morbid erscheinenden Tischen heraus werden sogenannte "Direktübertragungen" auf die in den Raum gespannten Rückprojektionsfolien projiziert. Dies einerseits per Overheadprojektor und andererseits als Videoübertragung mittels Kamera und Videobeamer. Eine zentrale Großbildprojektion zeigt einen computer- animierten Videofilm einer reanimierten toten Laborfliege, der über ein spezielles Morphingprogramm produziert worden ist.

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