HARALD FUCHS
   
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Prof. Dr. Siegfried Zielinski

"Hermann-Claasen-Preis für Fotografie und Medienkunst"
Hermann-Claasen-Preis für Fotografie und Medienkunst 1997 an Harald Fuchs. Das Werk des Kölner Künstlers überzeugte die Jury sowohl in ästhetischer wie auch in thematischer und medialer Hinsicht. Harald Fuchs arbeitet avanciert mit den Mitteln der künstlerischen Fotografie, transformiert diese aber zugieich kraftvoll in den Raum und überschreitet mit großzügigem Gestus die Grenze hin zur Projektion, zur Installation und gar zum bewegten Bild. Er ist im echten Sinne des Wortes ein multi-medial arbeitender Künstler,der aber zugleich seine Verwurzelungen in der Fotografie deutlich macht und dem einzelnen Bild einen großen Stellenwert einräumt. Seine visuelle Welten bewegen sich souverän zwischen den Erkenntnis- und Wahrnehmungsformen von Phantasie, Religion und Naturwissenschaft. Unsere Wahrnehmung wird produktiv irritiert zwischen Fiktion und Realität. Die archeologischen Suchbewegungen nach den Spuren unserer Kultur und Zivilisation, die Harald Fuchs leidenschaftlich betreibt, stellen zugleich ein großartiges künstlerisches Engagement für herausragende Themen der Gegenwart dar: unser Verhältnis zur Natur und ihre Unterwerfung durch den Menschen, zum Lebendigen und seinen Spannungen zur Technologie und ihren Regelwerken.